Wie fährt ein Saugroboter die Räume ab?

Ich hatte die Navigation eines Saugroboters schon in einem anderen Artikel beschrieben.

In diesem Beitrag geht es darum, wie ein Saugroboter die zu reinigende Fläche abfährt. Da gibt es einige unterschiedliche Methoden.

Der Saugroboter fährt die Wände ab

Hier fährt der Saugroboter zunächst die Außengrenzen der zu reinigenden Fläche – also die Wände – ab. Anschließend fährt er von außen nach innen.

Der Saugroboter hat einen Entfernungsmesser und hält so immer einen gleichmäßigen Abstand zur Wand. Hier haben einige (definitiv nicht alle) Saugroboter ein Problem: Durch die Sensoren hält der Robosauger zwar einen gleichmäßigen, allerdings in der Regel zu großen Abstand zur Wand.

Es kann also durchaus passieren, dass ein 1 Zentimeter großer Streifen nicht gesaugt wird. Das ist natürlich ärgerlich. Um das zu verhindern, sind viele Staubsauger mit einer Bürste ausgestattet, die den Schmutz von der Kante in Richtung Saugöffnung stoßen. Bei meinem Modell klappt das eigentlich auch sehr gut.

Wie fährt ein Saugroboter die Räume ab

Chaotisches Abfahren des Raumes

Bei dieser Methode fährt der Roboter ohne festes Muster durch den Raum.

Er fährt einfach drauf los und wenn er auf ein Hindernis stößt, dreht er sich um eine gewisse Gradzahl. Anschließend fährt er nach vorne und wenn er wieder auf das Hindernis stößt, wendet er wieder um diese Gradzahl. Das führt er fort, bis das Hindernis umfahren ist. Gemäß Aussage der Hersteller kann eine ordentliche Reinigung gewährleistet werden, weil jede Stelle im Raum mindestens zwei Mal gereinigt wird.

Ich bin kein großer Freund dieser Methode. Sie hat aus meiner Sicht einige entscheidende Nachteile.

  1. Die Reinigung dauert schlicht und ergreifend länger, als wenn der Roboter die zu reinigende Fläche systematisch abfährt.
  2. Der Akku wird unnötig stark beansprucht. Durch das mehrfache Abfahren der zu saugende Räume muss der Akku öfter als bei der systematischen Reinigung geladen werden. Damit geht er logischerweise früher kaputt und sogar deutlich früher, da er ja doppelt so oft geladen werden muss.
  3. Es grenzt an Energieverschwendung. Wenn der Roboter „mal“ eine Stelle doppelt reinigen muss, ist das nicht so schlimm. Wenn er es aber bei jeder Reinigung macht, können sich die Zusatzkosten deutlich summieren. Bei ein bis zwei Reinigungen pro Woche kommt da im Lauf der Zeit eine Menge Geld zusammen.

 

Abfahren der zu reinigenden Fläche in Mäandern

Was ist ein Mäander? Stell dir ein Viereck vor. Der Reinigungsroboter fährt den Raum der Länge nach ab. Nun kommt er am Ende des Raumes an und stellt das mit seinem Sensor fest. Jetzt dreht er sich um 90 Grad für eine Saugroboterbreite, beispielsweise 30cm.

Anschließend dreht er sich wieder um 90 Grad und fährt den Raum wiederum der Länge nach ab. Das ist sehr ähnlich zur Methode des Abfahrend der Wände, nur das der Roboter hier eben nicht von außen nach innen fährt, sondern der Länge nach.

Sonst gelten alle Vor- und Nachteile der Methode des Abfahrens der Wände.

Ich würde mich freuen, wenn du diesen Artikel teilst!